Historisches aus der Umgebung

Boitiner Steinkreise

Boitiner Steinkreise
Boitiner Steinkreise

von Jürgen Borchert „Noch was aus dem Zettelkasten“ S 70ff


Der Boitiner Steintanz ist ein ganz besonderes Denkmal der frühen Menschheitsgeschichte. Im Wald bei dem Dörfchen Boitin unweit von Bützow befinden sich insgesamt vier Steinkreise. Drei stehen eng beieinander, der vierte ist knapp 200 Meter entfernt.

Schon früh gab es Theorien über Alter und Funktion der Anlage. Heute wird angenommen, dass es sich um einen Kalender aus dem 12. Jahrhundert v. Chr. handelt.

Eine Sage interpretiert die Steinkreise anders: Der Legende zufolge feierte hier einst eine ausgelassene Hochzeitsgesellschaft. Es wurde mit Brot und Würsten gekegelt, bis ein Geist in Gestalt eines alten Mannes die übermütige Runde aufforderte, das Spiel zu beenden. Die Hochzeitsgesellschaft tat nicht, wie geheißen. Statt dessen verhöhnte sie den alten Mann. Daraufhin verwandelte er Braut, Bräutigam und Gäste in Steine. Ein Schäfer, der sich in der Nähe aufhielt, sollte verschont werden. Entgegen seines Versprechens blickte er jedoch auf der Flucht voll Neugier zurück und erstarrte mitsamt Schafen und Hund ebenfalls zu Stein.

Die Verzauberten kann nur ein junger Mann in der Johannisnacht, also am 24. Juni erlösen. Er muss einen roten Faden aus der so genannten "Brautlade" ziehen

 

Anfahrt

Von der B104 Schwerin – Güstrow erreichen Sie über Prüzen den Ort Tarnow. In Tarnow biegen Sie an der Kirche nach links in Richtung Boitin ab. Zwischen Tarnow und Boitin führt ein Feldweg nach rechts zu einem Parkplatz am Waldrand. Von dort sind es bis zum Steintanz noch etwa zwei Kilometer zu Fuß.

Das Gelände ist frei zugänglich.

 Koordinaten: 53°46'19.05" N, 11°57'16.50" O

Der Steintanz Boitin besteht aus insgesamt 4 Steinkreisen. Drei befinden sich ziemlich nahe beieinander nördlich des Weges. Der Vierte etwa 150 Meter südöstlich von der Dreiergruppe.

Die Mittelpunkte der drei nördlichen Steinkreise, bestehend aus 7, 9 und 9 Steinen, bilden ein gleichschenkliges Dreieck. Verlängert man die Linie vom Mittelpunkt von Kreis 1 zum Mittelpunkt von Kreis 3 um 150 Meter, kommt man genau zum Kreis 4. Ein Stein im Kreis 2, die sogenannte "Brautlade", weist 13 untereinander liegende Löcher auf. In früherer Zeit wurde ihnen besondere Bedeutung beigemessen, inzwischen hat sich aber herausgestellt, dass mithilfe von diesen Löchern lediglich der Stein gespalten werden sollte.
Ausgrabungen durch R. Beltz im Jahre 1929 förderten einige Urnen aus der Eisenzeit zutage, so dass das Alter der Anlage dahingehend datiert wurde. Andere Ansichten deuten auf ein Alter von ungefähr 3000 Jahren und eine Nachnutzung in der Eisenzeit als Begräbnisstätte hin.

Plan vom Steintanz
Plan vom Steintanz

Verbindet man die Mittelpunkte der drei eng beieinanderliegenden Kreise durch gedachte Linien, entsteht ein gleichschenkliges Dreieck. Um dieses konstruieren zu können, musste man die Gesetzmässigkeiten des rechtwinkligen Dreiecks beherrschen - also kannten die Erbauer den Satz des Pythagoras - tausend Jahre vor Pythagoras!

 

 

Auch eine astronomische Systematik ist zu erkennen. Die Basis des Dreiecks und die Verlängerung zum vierten Steinkreis weisen in südöstliche Richtung. Im Südosten gibt es für diesen Standort mindestens zwei astronomische Ereignisse mit kultischer Bedeutung: den Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende und den südlichsten Aufgangspunkt des Mondes. Ausserdem sind die Steinsetzungen auf Fixsterne hin ausgerichtet.


Größter Stein
Größter Stein

 

 

 

 

 

 

 

Der grösste Stein der Anlage ist knapp 2 Meter hoch, sonderbar geformt und mit 12 von oben nach unten angeordneten quadratischen Löchern bestückt - welchem Zweck sie dienten, bleibt ein Rätsel.


Näheres siehe. http://de.wikipedia.org/wiki/Boitiner_Steintanz

1000jährige Eichen in Ivenack bei Stavenhagen

 

"Ick weit einen Eikbom, de steiht an de See
de Nurdsturm de brust in sin Knäst;
stolz reckt hei de mächtige Kron in de Höh,
so is dat all dusend Johr wäst".
(Fritz Reuter)

 

Eiche mit Damwild
Eiche mit Damwild
1000jährige Eiche
1000jährige Eiche
Noch eine alte Eiche
Noch eine alte Eiche

Finow Kahn in Claassee

 

 

 

 

 

1845 für den Finowkanal geschaffenes Schiffsmaß: Länge 40m, Breite 4,60m, Tiefgang 1,75 m, Tragfähigkeit 240 t;

Groß-Finow-Maß: Länge 41m, Breite 5,10m, Tiefgang 1,75, Tragfähigkeit 270 t

Freistehende Eiche bei Stavenhagen an der B 194

Eiche im Frühjahr
Eiche im Frühjahr
Eiche im Sommer
Eiche im Sommer

In der Feudalzeit gab es in Mecklenburg große Eichen- und Buchenwälder, die hauptsächlich für die Holzgewinnung und für die Schweinemast genutzt wurden.

Da aber die Abgaben für einen Wald bedeutend geringer als für Ackerland waren, wurde bei der Rodung der Wälder zur Gewinnung von Ackerland eine (oder mehrere) Eichen stehengelassen. Das betreffende Land wurde dadurch bei den Abgaben als Wald eingestuft. Das erklärt, warum hier in der Gegend so viele alte alleinstehende Eichen zu finden sind.

Eiche im Herbst
Eiche im Herbst
Eiche im Winter
Eiche im Winter

Waren 1933. Die Bahnstrecke Rostock-Berlin geht über den Hafen

Waren 1933
Waren 1933

Alte Verkehrsschilder

Schild am Bahnhof
Schild am Bahnhof
Verkehrsschild in Beutel
Verkehrsschild in Beutel

Nationalparkschilder

Schilder  im Müritzhof
Schilder im Müritzhof
Wegweiser zum Müritzhof
Wegweiser zum Müritzhof

Urgeschicht von Meckelnborg von Fritz Reuter

Urgeschicht von Meckelnborg
    von Fritz Reuter 

As uns’ Herrgott de Welt erschaffen ded, fung hei bi Meckelnborg an un tworsten von de Ostseesid her un makte dat eigenhändig farig, up de ein Sid bet Ratzeborg un Swerin, up de anner Sid bet Stemhagen un Bramborg, un wis’te sine heiligen Engel, wo’t makt warden müßt, un redte tau ehr un säd, sei süllen’t so widermaken.

Na, Raphael fung nu bi Nigen-Strelitz un Mirow an, un Gabriel bi Groten-Bäbelin, Serrahn un Krakow, un Michael namm dat Lübtheener Amt un Grabow un Däms, äwer’t würd ok dornah.
Na, Lihrwark is kein Meisterstück. Äwer unsern Herrgott würd dat doch sihr jammern, dat sin gaud Wark so verbruddelt warden süll, un hei röp sei noch mal tausamen un säd: „Nu paßt gaud up! Ick will jug dat noch mal vörmaken!“ Un dunn makte hei de Räbelsche Gegend un de Lübsche Gegend un den Parchenschen Sünnenbarg
 un säd:“Dor nemt jug en Ogenspeigel an!“ Äwer, was dat nu pure Fulheit, oder was dat blote Dämlichkeit, sei huddelten doräwer hen un muddelten wat taurecht un nemen nich naug Leim mang den Sand, un karrten den König von Preußen sin Mark Bramborg farig bet Gräfenhähnichen un Treuenbriezen, un den König von Hannover sin Lüneborger Heid bet Gifhorn un Celle; dunn röp äwer uns Herrgott: "Holt! Stopp! De Sak, de geiht nich! Ji makt mi jo min ganz Dütschland tau Schanden. Sleswig-Holstein heww ick wieldeß farig makt, nun makt jug Streich mit dem König von Dänemark sin Jütland, dor känt ji so hoch springen, as, ji willt; äwer ji makt mi dat Ding mit en Zippel! Hürt ji, mit nem ZIPPEL!"
 Up dese Ort is uns Meckelnborg worden, un schön is’t in’n Ganzen worden, dat weit Jeder, de dorin buren is un tagen; un wenn en frömd Minsch rinner kamen deiht, un hei hett Ogen tau seihn, denn kann hei seihn, dat unsern Herrgott sin Hand up Wisch un Wald, up Barg un See sülwst rauht hett, un sach, dat Alles gaud was.

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